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Veranstaltungsberichte:

Europa-Abend am 22. Oktober 2018

Kunst setzt Zeichen – wie sich Europa sieht

Europa im Wandel. Was bleibt, was hält uns zusammen? Gibt die Gegenwart keine Antworten, hilft ein Blick in die Vergangenheit. Europa verändert sich, die Themen bleiben: „Kunst setzt Zeichen“, um es deutlich zu sagen: teilweise grandiose. So fand der diesjährige sog. Europa-Abend des Freundeskreises im begeisternden Rahmen der Abschiedsausstellung des leitenden Museumsdirektors Prof. Jochen Luckhardt statt. Sie präsentierte teilweise unbekannte Schätze, Neuerwerbungen aus dem alten Europa, die alle während seiner Amtszeit den Weg ins Museum fanden. Doch nicht nur die Kunst und deren Präsentation begeisterte die rund 120 Gäste sondern auch die Gestaltung des Abends mit gigantischer herbstlich geschmückter Tafel im „Foyer des Apoll“, die selbst als Kunstwerk gelten konnte.

Europäisch geprägte Sammlertradition seit Herzog Anton Ulrich (1633 -1753/54), der sich auf Reisen und mit Hilfe von Agenten, die Welt nach Hause holte, war zentraler Leitfaden für alle Neuerwerbungen. Seit 1990, dem Amtsantritt von Prof. Luckhardt sind sage und scheibe 4406 Kunstwerke dem Museum hinzugefügt worden (davon 3312 auf Papier), Gemälde Grafiken, Skulpturen, Porzellan und Schatzkunst und dies obwohl seit 1994 ein regulärer Erwerbungsetat fehlte. „Chapeau“ meinte dazu mit ehrlicher Bewunderung Elisabeth Steifensand, die Vorsitzende des Freundeskreises, der bei etlichen Ankäufen unterstützte. Sie begrüßte Freunde und Förderer des HAUM, darunter auch den 1. Vorsitzenden des Kunstvereins, Tobias Hoffmann, und dankte dem Vorbereitungsteam aus dem Vorstand herzlich.

Europäische Museen fungieren als Objektgedächtnis ihres Erdteils. Wobei die Gegenwart – höchst attraktive Foto- und Graphikkunst – eben heute schon Vergangenheit ist. Rund 270 der Neuerwerbungen von der Antike bis zur Gegenwart lassen sich in der Ausstellung bewundern. Prof. Luckhardt, der sich nahezu verliebt in seine Abschiedspräsentation zeigte, skizzierte in Insiderstories die teils abenteuerlichen Erwerbsgeschichten einiger Exponate, erwähnenswert dabei wieder mal die Geschäftstüchtigkeit der Welfen mit ihrer „Marienburg-Entrümpelung“ und den allgegenwärtigen Mittelsmann Graf Douglas.

Die Kultur des alten Europa und die magische Kraft des Christentums sind immer noch präsent, wobei es nicht nur um die Verkörperung ästhetischer Ideen geht sondern auch um die relevante Funktion, laut Luckhardt. So sind denn auch die Ausstellungsbereiche folgerichtig mit allgemein gültigen Themen überschrieben. Bei „Glaube, Liebe, Hoffnung“ besticht ein Bergkristallkreuz aus dem Kloster Weingarten, wohl oberrheinischer Herstellung ebenso wie „Die Vertreibung aus dem Paradies“ von Lovis Corinth und eine Darstellung auf der Venus Göttervater Zeus bittet, den Äneas in den Olymp zu erheben (Christoph Gertner). Altarbilder stehen in Korrespondenz zu einer Doppelherme.

Charmante Herzöge – darunter zwei gigantische Portraits Braunschweiger Fürsten - und teils sehr griesgrämig blickende Herzoginnen beherrschen den Abschnitt „Wiedergabe“ und im Bereich „Sinnbild“ finden sich wunderschöne Kelchgläser, nebst silbernen Girandolen ( gedrehte Kerzenleuchter) und ein überwältigender Deckelpokal aber eben auch eine Flohfalle aus Elfenbein. „Selbstwert“ überschrieb Luckhardt den letzten Abschnitt, der zahllose Selbstbildnisse beherbergt, Radierungen (auch von Wilhelm Hogarth), wo nahezu alle bekannten Namen des 20. Und 21. Jahrhunderts vereint sind.

Die abendlichen Gäste hatten viel zu entdecken, trafen sozusagen „alte Bekannte“ wie ein Selbstbildnis von Ludger tom Ring und die jüngst erst erworbenen Elfenbeinfigurinen von Balthasar Permoser. Angeregt und begeistert saßen und standen die Museumsfreunde bei reichhaltigem Büffet und Riesling noch lange im Gespräch.

Fazit: Es gibt viel zu sehen – unbedingt hingehen! Neben Führungen werden auch themenbezogene Spielfilme angeboten.

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Große Fahrt des Freundeskreises nach Florenz 18.-22.September 2018

Sehr früh am Morgen des 18. September starteten 35 Teilnehmer unter der Leitung von Frau Dr.Barbara Klössel- Luckhardt und Herrn Prof. Dr. Jochen Luckhardt von Wolfenbüttel und Braunschweig zum Flughafen Hannover.
Nach einer Zwischenlandung in München erreichten wir noch am Vormittag Florenz und unser zentral gelegene Hotel Palazzo Ognissanti.
Mit Taxen machten wir uns unverzüglich auf den Weg zum Piazzale Michelangelo, von wo wir einen herrlichen Panoramablick auf Florenz hatten.Alle waren voller Vorfreude auf die am nächsten Tag beginnenden Stadtrundgänge und Besichtigungen.

Erläuterungen durch Dr. Andreas Uhr

Auf dem Piazzale Michelangelo

Wer nach dem langen Tag noch gut zu Fuß und neugierig war, nahm unter der Führung von Frau Dr. Klössel- Luckhardt noch den Aufstieg zur Klosterkirche San Miniato al Monte auf sich. Die Kirche zeichnet sich durch eine Fassade mit goldenem Mosaik im byzantinischen Stil und einem intarsierten Marmorfußboden sowie einer siebenschiffigen Krypta mit einem zierlichen Kreuzgewölbe aus.

Der anstrengende Tag klang mit einem Abendessen in einem nahe dem Hotel gelegenen Restaurant aus. Dieses Restaurant war auch an den folgenden Abenden Ziel für unser Abendessen.

Am zweiten Tag erwarteten uns morgens in unserem Hotel bereits unsere zwei Guides, Theresa und Christiane, die uns - in zwei Gruppen aufgeteilt- an den folgenden Tagen begleiteten und führten. Mit Kopfhörern ausgestattet machten wir uns zu Fuß auf zu den Uffizien. Mit großer Sachkunde brachten uns Theresa und Christiane die Geschichte von Florenz und dem Herrscherhaus der Medici nahe.

Bei den Führungen durch die Gemäldesammlungen wurde uns die Entwicklung der Malerei erläutert und einige hierfür exemplarische Kunstwerke vorgestellt. Während in der Mittagszeit einige der Teilnehmer in den Uffizien verblieben, nahmen einige das Angebot an, das Baptisterium des Domes zu besichtigen. Andere besuchten den Palazzo Medici- Riccardi mit den Fresken vom „ Zug der Heiligen Drei Könige „ in der Dreikönigskapelle.

Am Donnerstag ging es wieder früh vom Hotel zu Fuß zum Palazzo Pitti, dem Wohnsitz der Medici- Dynastie von 1549. Im Palazzo Pitti befinden sich nicht weniger als acht Museen und Sammlungen, von denen wir naturgemäß nur zu den wichtigsten Kunstwerken geführt wurden.

Nach der individuellen Mittagspause trafen wir uns wieder vor dem Palazzo Pitti, um den Giardino di Boboli zu durchstreifen. Der Boboligarten ist eine von den Medici errichtete Parkanlage, direkt hinter dem Palazzo gelegen und mit kunstvollen Grotten, Brunnen und Seen ausgestattet.

Erläuterungen durch Dr. Andreas Uhr

Ruhepause im Boboligarten

Am Freitag erwartet uns der Gang zum Palazzo Vecchio, der früheren Residenz des Herrscherhauses der Medici.

Vor dem Palast beeindruckt auf der Piazza della Signoria eine runde Platte. Hier wurde 1498 der strengere Sitten fordernde Dominikanermönch Savonarola auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Der mit Skulpturen geschmückte Platz ist der Mittelpunkt von Florenz, auf dem sich bemerkenswerte Plastiken aufreihen. So unter anderem eine Kopie von Michelangelos „ David „, das Reiterstandbild des Großherzogs Cosimo I, Donatellos kraftvoller Löwe und Vieles mehr.

Im Palazzo Vecchio mit seinen prachtvollen Sälen gaben uns unsere Guides eine kleinen Einblick in die Sammlungen und Räumlichkeiten.
Nach einer längeren Mittagspause, die einige zur Besichtigung des Museo Opificio delle Pierre dure „ ( Steinemuseum ) nutzten , wurden wir in der Galleria dell’Accademia durch die Direktorin, Dr. Cecilie Hollberg, begrüßt. Frau Hollberg , die frühere Leiterin des städtischen Museums Braunschweig, gab uns einen Einblick in die italienische Museumslandschaft und den dortigen Strukturen. Nachdem Frau Holzberg uns ihr Haus vorgestellt hatte, führten uns unsere Guides zum Highlight dieses Museum, Michelangelos „ David „ und erläuterten uns die Entstehung und die Besonderheiten dieses Kunstwerkes.

Erläuterungen durch Dr. Andreas Uhr

Andrang vor der David- Statue

Der Samstag blieb uns dann zur freien Verfügung und wurde in vielfältiger Art und Weise genutzt.

Der Rückflug von Florenz über Frankfurt nach Hannover sowie der Bustransfer nach Braunschweig verlief reibungslos, wobei anzumerken ist, dass die Reisegruppe erst in der frühen Morgenstunden des Sonntags ihr Ziel in Braunschweig und Wolfenbüttel erreichten.
Die Teilnehmer der Reise bedankten sich zum Abschluss bei Frau Dr. Klössel- Luckhardt und Prof. Dr. Luckhardt für die hervorragende Planung, Führung und Begleitung dieser Reise. Durch sie haben wir einen kleinen Teil der vielfältigen Sehenswürdigkeiten von Florenz kennenlernen können.

Ein besonderer Dank ging an Prof. Dr. Luckhardt, der in den vergangenen 23 Jahren in jedem Jahr für den Freundeskreis des Herzog Anton Ulrich - Museums mit großem Erfolg die mehrtätigen Studienreisen geplant und begleitet hat.

Text: Detlef Engster Fotos: Barbara Klössel - Luckhardt
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Besuch in der Druckgraphikwerkstatt der HBK Braunschweig

Schon oft standen wir vor Radierungen der Sammlung des HAUM und bewunderten die filigranen Zeichnungen mit ihrer Detailverliebtheit , Schraffuren und Schattierungen. Die lapidare Erklärung „Kaltnadelradierung“ ließ uns aber über die Kunst , die sich dahinter verbergen musste, im Unklaren. So griffen wir das Angebot des Freundeskreises, an einer fachkundigen Einführung in dieses Thema teilzunehmen, dankbar auf.

Um es vorweg zu nehmen – mit Herrn Köhn, dem Leiter der Abteilung Druckgraphik an der HBK, gerieten wir genau an den richtigen Fachmann. Er zeigte uns die verschiedenen Arbeitsschritte, erklärte die verwendeten Materialien und Gerätschaften. Um ein Gefühl zu bekommen , was es bedeutet, ein Bild mit der Nadel in eine Kupferplatte zu ritzen , durfte jeder es mit seinem Namen ausprobieren. Aber Achtung – natürlich seitenverkehrt ! Die Resultate entsprachen nicht immer den Erwartungen. Herr Köhn hatte eine kleine Platte mit einem Rembrandt - Motiv vorbereitet . Beide Objekte wurden gemeinsam gedruckt. Was auf den ersten Blick sehr einfach aussah , konnte aber nur gelingen, weil der Fachmann auf jahrelange Erfahrungen zurückgreifen konnte . Da genügte schon ein Griff mit zwei Fingern , um festzustellen , ob das Druckpapier die richtige Feuchtigkeit hatte . Oder der Farbauftrag die nötige Dicke.

Während des Druckens wurde an der Platte auch noch gezeigt , wie man den Hintergrund dunkler gestalten kann. Alles kein Problem ! Zum Schluss hinterließ die Vorführung bei uns Betrachtern doch den Eindruck, dass wir eben einen kleinen Blick in die große Kunst des Druckens tun durften . Nicht mehr ,aber auch nicht weniger ! Nun sind wir gewappnet für die kommenden Radierung – Ausstellungen im HAUM. Unsere Bitte an den Freundeskreis : Weiter so !

Und herzlichen Dank an Frau Kubitza-Bach, die alles angeregt hatte !

Text: D.+ N. Rischau
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Neuwahlen bei den Museumsfreunden

Geballte Frauenpower im Foyer des Apoll

Verabschiedung Reinhard Jahn

Der scheidende Vorsitzende Reinhard Jahn wird von Jörg Homann verabschiedet

Unentdeckte Schätze heben: Ein neues Projekt zur Bestandsforschung altdeutscher und altniederländischer Malerei legt der scheidende Leitende Museumsdirektor Prof. Jochen Luckhardt auf. Dieses Mammutvorhaben, zu dem es in vielen Bereichen noch nicht einmal richtige Inventarlisten gibt, geschweige denn Herkunftsnachweise oder gar Beschreibungen und das vorerst auf drei Jahre angelegt ist, wird der Freundeskreis des Museums mit jeweils rd. 33.000,-- € jährlich unterstützen, so erklärte es Reinhard Jahn auf der diesjährigen Mitgliederversammlung.

Später soll ein aufwändiger Bildband diese Arbeit nicht nur dokumentieren sondern auch diese ungehobenen Schätze, darunter auch unendlich viel Kirchenkunst infolge der Reformation, für die Museumsbesucher und die Fachwelt sichtbar machen. So gibt es Bilder aus dem Cranach Umkreis und viele andere hochwertige Altarbilder, die noch zugeschrieben werden müssen.
Kunsthistorische Beiträge sollen Besucher und Fachwelt informieren. Wer nun glaubt, hier will jemand seinen Ruhestand hinausschieben, irrt sich. In seinem Abschiedsvortrag für die Museumsfreunde versicherte Luckhardt glaubhaft, „er habe nicht vor als Direktorengespenst unter dem neuen LMD durch die Museumsgänge zu geistern“:

Jünger und weiblicher präsentiert sich die neue Spitze des Vorstandes der Museumsfreunde, die im Rahmen der Jahresmitgliederversammlung gewählt wurde. Den arbeitsintensiven Schriftführerposten übernahm Rechtsanwältin Diana Radmacher von Elisabeth Steifensand, die nahezu einstimmig zur neuen Vorsitzenden gewählt wurde. Der bisherige Vorsitzende Reinhard Jahn trat aus privaten Gründen von seinem Amt zurück. Er wird dem Vorstand jedoch weiterhin als kooptiertes Mitglied verbunden bleiben. Sein Stellvertreter Jörg Homann dankte ihm sehr persönlich. Sabine Worbs-Kehr, bereits in der Mittelstandsvereinigung aktiv, unterstützt als kooptiertes Mitglied weiter den Vorstand und ist so gut vernetzt wie auch Carsten Ueberschär und machen die Anliegen des Museums in Braunschweig präsent. Schatzmeister bleibt Detlef Engster, in Braunschweigs Kulturkreisen ebenfalls kein Unbekannter.

Hauptaufgabe des 1993 von 15 Personen gegründeten Freundeskreises ist ja, das Museum fördernd zu unterstützen in Forschung und Wissenschaft sowie bei Ausstellungen. So haben die jetzt 807 Mitglieder im vergangenen Jahr neben der oben erwähnten besonderen Projektförderung den Ankauf der Zeichnung „Wer kauft Liebesgötter?“ für das Kupferstichkabinett möglich gemacht. Leider nur in Form einer graphischen Zeichnung. Doch wer braucht schon einen Liebesgott, wenn er zu Füßen des nackten Apoll tagen darf und zum Abschluss noch italienischen Wein serviert bekommt, wenngleich bei den hochsommerlichen Temperaturen, die immerhin über 50 Mitglieder nicht vom Kommen abgehalten haben, Wasser fast noch mehr gefragt war.

Text: Eva-Maria Dennhardt Bild: Carsten Ueberschär
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Augsburg - Studienfahrt vom 5.5. - 6.5.2018

Augsburg 2018 Augsburg 2018

Augsburg - Studienfahrt

Ein volles, interessantes Programm unter fachkundiger Leitung einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin unseres Museums steht für ein kurzes Wochenende, an dem wir uns zu früher Stunde auf den Weg nach Augsburg machen. Unser Hotel liegt zentral in der Maximilianstraße, der Prachtboulevard Augsburgs, mit den drei Monumentalbrunnen, alle Meisterwerke der deutschen Renaissance. Fussläufig besichtigen wir noch am Samstagnachmiitag das Schaetzlerpalais mit dem Rokkokofestsaal und der angrenzenden Katharinenkirche , die Staatsgalerie Altdeutsche Meister, mit Werken von Holbein, Cranach und Dürers bekanntes Portrait von Jakob Fugger dem Reichen.
Zur Zeit der Fugger und Welser erlebte Augsburg im 16 Jahrhundert seine größte Blüte.

Anschliessend wandern wir weiter auf den Spuren der Renaissance zu St. Anna, die 1518 geweihte Fuggerkapelle, das erste Bauwerk der Renaissance in Deutschland. Das angeschlossene Museum Lutherstiege informiert über die wichtige Rolle Augsburgs in der Reformation. Zum Abschluss erreichen wir die Fuggerei, die Jakob Fugger 1521 für verarmte Bürger stiftete. Es ist die älteste Sozialsiedlung der Welt mit 142 Wohnungen.
Mit typisch Bayrisch-Schwäbischer Küche beschließen wir den Abend bei einem gemeinsamen Abendessen im „König von Flandern“.

Zeitig brechen wir am Sonntag zu einer Stadtführung auf. Vieles gibt es zu entdecken, u.a. eine Besichtigung des prächtigen Rathauses, das Werk von Elias Holl. Es ist das Wahrzeichen der Stadt und der bedeutendste Profanbau der Renaissance nördlich der Alpen mit vergoldeten Portalen und einer großartigen Kassettendecke.
Nach kurzer Mittagspause im lauschigen Biergarten besichtigen wir die Fuggerhäuser mit den Innenhöfen (z.B. Damenhof) im Stil der italienischen Renaissance und die Badstuben, Sammlungsräume, die sich Hans Fugger durch italiensche Renaissancekünstler ausstatten ließ.

Bevor wir die Heimreise antreten noch ein Blick in die spätgotische St. Ulrich und Afra Basilika mit den fünf Fuggerkapellen.

Eine kunsthistorisch profunde Kurzreise, anregend und kompakt mit einem Vorgeschmack auf die im nächsten Jahr geplante Ausstellung „-Mode der Renaissance- das Trachtenbuch von Mattheus Schwarz“.

Text und Fotos: Elisabeth Steifensand
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GOYA. Heuchler, Hexen, Hirngespinste am 7. März 2018

Erläuterungen durch Dr. Andreas Uhr

Erläuterungen durch Dr. Andreas Uhr

Unser Museum verfügt über eine Sammlung von 80 Darstellungen in dem Radierzyklus Los Caprichos (Launen, Einfälle). Der spanische Künstler Francisco de Goya (1746-1828) führt hier zeitlos gültige menschliche Abgründe den Besuchern vor Augen. Für unsere Mitglieder erläuterte im Rahmen einer Sonderführung Dr. Andreas Uhr die besondere künstlerische Qualität der Zeichnungen, zurückzuführen darauf, dass das Kupferstichkabinett die Erstauflage von 1799 in besonders frühen Drucken besitzt.

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„Italienischer Abend“ am 25. Oktober 2017 im HAUM

Italienischer Abend

Italienischer Abend

Südlich opulent, üppig und schwelgerisch ging es am 25. Oktober beim „Italienischen Abend im Herzog Anton Ulrich-Museum zu. Für die Mitglieder war sozusagen unter der Schirmherrschaft Apollos eine gigantische Tafel aufgebaut, herbstlich festlich dekoriert und mit italienischen Vorspeisen reich gedeckt. Reinhard Jahn, der Vorsitzende des Freundeskreises begrüßte 120 Damen und Herren und Professor Dr. Jochen Luckhardt fand warme Worte als Hausherr.
In fünf Gruppen unter der Leitung des Museumsdirektors und kompetenter Führerinnen lernten dann die Teilnehmer italienische Kunst ( Gemälde mit italienischem Bezug, italienischen Landschaften, oft idealisiert, Menschen und Italienreisende ) kennen. Dabei erfuhren wir neue Informationen, Erstaunliches und zum Teil Kurioses. Anschließend setzte sich die Italienreise kulinarisch fort. Das Sehnsuchtsland vieler Künstler aber auch vieler Museumsfreunde hielt auch hier seine Versprechen und beim Vino gab es dann zahlreiche Gespräche, neue Bekanntschaften und es trafen sich alte Freunde wieder.
Eine - wie man hörte - gelungene Idee und Veranstaltung, die Nachfolger finden sollte.
Dem Organisationsteam (Elisabeth Steifensand, Diana Radmacher, Sabine Worbs-Kehr und Carsten Ueberschär) sei herzlichst gedankt.

Text: Eva-Maria Dennhardt
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Tagesexkursion nach Potsdam am 16. September 2017

Die Reise führte uns mit 50 Teilnehmern zuerst in das Zentrum der alten Garnisonsstadt. Zu Beginn hatte jeder individuell die Möglichkeit bei herrlichem Sonnenschein am Vormittag die Atmosphäre der Innenstadt auf sich wirken lassen. Mit einer Schlösserrundfahrt auf der Havel widmeten wir uns im Anschluss in besonderer Weise den Parks und Schlössern der Hohenzollerndynastie.
Entlang der einstigen Grenzlinie zwischen Ost und West erstrecken sich Schlösser und Gärten zu beiden Seiten der Havel. Preußens Könige und berühmte Baumeister erschufen diese zum UNESCO Welterbe gehörende Landschaft.

Der Höhepunkt unserer Exkursion war die Besichtigung des neu errichteten Museums Barberini in der historischen Mitte Potsdams am Alten Markt. Finanziert wurde der Wiederaufbau von der Hasso Plattner Stiftung, die auch den Museumsbetrieb trägt. Neben der Führung durch die aktuelle Ausstellung „Von Hopper bis Rothtko in die Moderne“ erhielten wir eine Einführung in die Historie und Architektur des Gebäudes.

Vor dem Schloss Barberini

Vor dem Schloss Barberini

Der Innenhof des Gebäudes öffnet sich zur Alten Fahrt mit Zugang zu den Havelterrassen und wir lassen dieses wunderbare Museum auf dem Rückweg zu unserem Bus zurück mit vielen Eindrücken eines erfüllten Tages.

Text und Foto: Elisabeth Steifensand
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Jahreshauptversammlung Freundeskreis HAUM am 19. Juni 2017

Gute Resonanz auf Neueröffnung - Mitgliederzahl fast verdoppelt

Nach sieben Jahren der Heimatlosigkeit aufgrund der grandiosen Renovierung und des Depot-Neubaus, konnte der Freundeskreis des Herzog Anton Ulrich Museums erstmals wieder seine Jahreshauptversammlung im Museum selbst abhalten. Im Foyer des Apoll auf gespendeten Stühlen, die teils vom Freundeskreis, teils von Einzelpersonen finanziert wurden. Reinhard Jahn, der Vorsitzende, listete in diesem bewegenden Moment noch weitere Erfolge auf: So hat der Freundeskreis aufgrund der Neueröffnung des Museums - in der ZEIT als Louvre des Nordens vollmundig betitelt – seine Mitgliederzahl fast verdoppeln können.

Finanziert wurden jedoch nicht nur die Stühle sondern auch eine ansprechende, nahezu bezaubernde DVD, mit virtuellen Rekonstruktionen zu den historischen Standorten, worin die Geschichte der Schätze und Gemälde auf dem Weg in das heutige Museum ansprechend und informativ erzählt wird. Man kann sie im Museumsshop für zehn Euro kaufen Finanziert hat der Freundeskreis außerdem das Besprechen der Audioguides durch Nina Ruge, Moderatorin - auch als Autorin höchst erfolgreich - die dafür jedoch kein Honorar sondern eine Spende an Unicef erhielt. Nina Ruge ist Braunschweig durch Abitur und Studium verbunden.

Bei den Wahlen gab es naturgemäß keine Überraschungen, Vorstandsvorsitzender und Schriftführerin wurden einstimmig wieder gewählt. Die Rechtsanwältin Diana Radmacher kam als neues Vorstandsmitglied dazu. Unverändert blieben auch die bisherigen Vorstände, die diesmal nicht zur Wahl anstanden sowie die Kassenprüfer, die ebenfalls keiner ersetzen wollte.

Neu ist, dass auch im HAUM der Begriff Familie nun großzügig interpretiert wird, so zahlen Familien mit Kindern bzw. auch Großeltern mit Enkeln (jeweils bis 18) den Ehepaarbeitrag von 100 Euro und Schüler sowie Studierende können für zwölf Euro im Jahr Mitglied im Freundeskreis werden. Das ist ein tolles Zugeständnis, zumal damit nicht nur der Eintritt ins Museum sensationell günstig wird, Freundeskreismitglieder haben diesen bereits mit ihrem Jahresbeitrag abgegolten, sie haben auch zahlreiche Vergünstigungen. So jeweils eine exklusive Preview vor Ausstellungseröffnung bzw. Einladungen zur Eröffnung, Tagesfahrten, eine jährliche Kulturreise und Begegnungsabende zu unterschiedlichen Themen.

„Mode der Renaissance“ heißt die nächste Sonderausstellung, die erneut aus dem Kupferstichkabinett bestückt wird, erläuterte Prof. Dr. Jochen Luckhardt. Der selten so entspannt und euphorisch wirkende Direktor, verwies auf die Schätze, die das Museum beinhaltet, 12000 Kunsthandwerke und 1400 Gemälde. Dazu kommen das Kupferstichkabinett mit 26700 Werken und rund 1200 Büchern, die meisten kann man sich online ansehen (enthalten sind auch viele Werke der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel, der Bestand ist ja historisch zusammenhängend). Prof. Luckhardt, der noch bis Februar 2019 die Geschicke des Museums in Händen hat, dankte dem Freundeskreis für die Unterstützung und meinte, das leidige Thema Cafeteria bzw. Restaurant mit Öffnung nach außen, sei ebenfalls auf einem guten Weg.

Der Abend schloss mit kurzen informativen Führungen durch die Depots also einem exklusiven Blick hinter die Kulissen und einem kleinen Umtrunk.

Eva-Maria Dennhardt
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Große Fahrt des Freundeskreises nach Böhmen – 3. bis 7. Mai 2017

Am frühen Morgen des 3. Mai machten sich 35 Teilnehmer unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Luckhardt in Wolfenbüttel/Braunschweig auf den Weg in das ferne Böhmen. Es galt, die dortige, reichhaltige Kunst- und Kulturlandschaft näher kennen zu lernen.- Über Dresden erreichten wir in Nordböhmen am späten Vormittag unweit des Kurortes Teplice das Barockschloss Duchcov (Dux). Hier verbrachte der Frauenliebling Giacomo Casanova die letzten 13 Jahre seines Lebens als Bibliothekar. Zu den weiteren bekannten Schlossbesuchern gehörten wichtige Persönlichkeiten der Politik und Kultur wie der russische Zar Alexander I., der preußische König Friedrich Wilhelm, der Kanzler Metternich und Künstler wie Goethe, Schiller oder Beethoven.-

Schloss Dux

Schloss Dux

Auf der Weiterfahrt nach Melnik grüßte uns schon von weitem das hoch über dem Zusammenfluss von Elbe und Moldau gelegene Renaissance-Schloss mit der St.-Peter-und-Paul-Kirche. Hier lebten einst 23 böhmische Königinnen und Prinzessinnen. Die Familie Lobkowicz ist schon seit vielen Jahren Besitzer des Schlosses. Nach dem Rundgang durch die umfangreiche Gemälde- und Möbelsammlung schloss sich im tiefen Kellergewölbe eine köstliche Weinprobe an.

Schloss Melnik   Wappen von Schloss Melnik
Blick in den Innenhof des Schlosses Melnik und auf den Turm der St.Peter und Paul-Kirche   Das Wappen von Schloss Melnik

Standesgemäß machten wir am Abend Quartier in dem sehr schön und ruhig gelegenen Schlosshotel Liblice in der Nähe von Melnik.

Südlich von Prag liegt das Schloss Konopiste auf einem Waldhügel, im 17. Jahrhundert in ein Renaissance-Schloss umgebaut. Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este erwarb den Palast Ende des 19. Jahrhunderts. Der österreichische Thronfolger kam 1914 bei dem Attentat in Sarajewo mit seiner Frau Sophie ums Leben. Wir spazierten dort durch die weiträumigen Wohn- und Gästegemächer, den Speisesaal und die Rüstkammer. Die vielen Trophäen und Geweihe an den Wänden wiesen auf die große Jagdleidenschaft des Erzherzogs hin.

Schloss Konopiste

Schloss Konopiste

Trophäen-Sammlung im Schloss Konopiste

Trophäen-Sammlung im Schloss Konopiste

Die weitere Fahrt zu unserem Tagesziel in Budweis führte uns zunächst zur Burg Zvikov an dem Zusammenfluss von Moldau und Wottawa. Vor der Errichtung der Burg Karlstein bei Prag wurden hier die böhmischen Kronjuwelen aufbewahrt. Sehenswert war hier die Burgkapelle mit gut erhaltenen Fresken an den Wänden.

Burg Zvikov

Unsere Reisegruppe im Hof der Burg Zvikov

Der dritte Reisetag war ganz dem Städtchen Cesky Krumlov (Weltkulturerbe der UNESCO) gewidmet. Die über der Moldau thronende Stadt ist eine Renaissanceperle mit dem prächtigen Schloss, den romantischen verwinkelten Straßen, den zahlreichen, reichlich verzierten Bürgerhäusern und den blühenden Parks. Eins der ältesten erhaltenen Barocktheater der Welt befindet sich hier im Schloss. Ein technisch ausgetüfeltes Bühnensystem ermöglicht es, zahlreiche Szenenwechsel –ohne die Handlung auf der Bühne zu unterbrechen- vorzunehmen.

Blick auf die Altstadt von Cesky Krumlov

Blick auf die Altstadt von Cesky Krumlov

Burg und Schloss Cesky Krumlov

Burg und Schloss Cesky Krumlov

Ein weiteres Highlight stand tags darauf auf unserem Plan: Die Kleinstadt Telc (Teltsch), ebenfalls in der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes enthalten. Das romantische Schloss könnte einem Märchen von Hans Christian Andersen entsprungen sein. Es liegt räumlich sehr nahe zur Innenstadt mit dem sehr schönen Marktplatz und den zahlreichen Bürgerhäusern im italienischen Renaissancestil errichtet. Dort herrschte an diesem Samstagvormittag ein reges Marktgeschehen mit einer großen Automobil-Oldtimer Präsentation. –

Marktplatz in Telc

Marktplatz in Telc

Im Innenhof des Schlosses in Telc

Im Innenhof des Schlosses in Telc

Am Vorabend des letzten Reisetages schlugen wir unser Quartier in dem sehr schönen Hotel Elbresidenz an der Therme in Bad Schandau auf. Am Tage darauf wurden wir auf der östlich von Dresden liegenden Burg Stolpen von der „Gräfin von Cosel „ begrüßt. Bei einem längeren Rundgang durch die Festungsgebäude erfuhren wir viele Details aus dem schicksalhaften und abenteuerlichen Leben der ehemaligen Reichsgräfin. – Nach einem Mittagsstopp in Meißen an der Elbe starteten wir auf die Rückfahrt nach Braunschweig und Wolfenbüttel. Dank der hervorragenden Führung und Begleitung durch Herrn Prof. Dr. Luckhardt haben wir die Schönheiten der Kunst- und Kulturlandschaft Nord- und Südböhmens kennen lernen können.

Hotel Elbresidenz in Bad Schandau

Hotel Elbresidenz in Bad Schandau

Gräfin von Cosel begrüßt uns auf der Burg Stolpen

Gräfin von Cosel begrüßt uns auf der Burg Stolpen

Text: Reinhard Jahn Bilder: Heidrun Gramm, Reinhard Jahn
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Tagesexkursion zum Schloss Fürstenberg an der Weser am 29.April 2017

Schloss Fürstenberg

Schloss Fürstenberg

Es war ein sehr gelungener Tagesausflug unseres Freundeskreises mit 40 Teilnehmern an die Weser. Wir wurden ausführlich durch das schmucke und aufwändig renovierte Haus geführt und haben die moderne und instruktive Museumseinrichtung und –aufteilung genossen. Tiefer kann man nicht in die Welt dieses besonderen Kunsthandwerks, der Porzellanmanufaktur eintauchen.

Schloss Fürstenberg

Die Ausstellungsstücke werden reduziert und akzentuiert dargestellt, eindrucksvoll sind die verschiedenen Stile, Techniken und Epochen, die den Betrachter zum Staunen und Schwärmen einladen. Liebevolle Details in dem mittlerweile als Restaurant genutzten Kavalliershaus wie z.B. Wandlampen und Türgriffe aus Porzellan sind uns in unserer Mittagspause bei dem köstlichen Mittagessen aufgefallen. Ein ausgiebiger Besuch im Werksverkauf hat unseren Aufenthalt im Schloss Fürstenberg abgerundet, bevor wir wieder zurück nach Braunschweig aus dem hintersten Eckchen des damaligen Herzogtums gefahren sind.

Schloss Fürstenberg
Text und Fotos: Diana Radmacher
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Highlights unseres neu eröffneten Museums Jan. – März 2017

An den verschiedenen Führungen durch unser neues Museum haben sich viele Mitglieder beteiligt. Immer wieder waren aus dem Munde unserer Freunde Worte wie „sehr schön, super gestaltet, weiter sehr empfehlenswert“ zu hören. Die regionale und nationale Presse war und ist voll des Lobes über das „Louvre des Nordens“ (DIE ZEIT). Sehr zu empfehlen ist eine Fernsehsendung im 3Sat: Museums-Check über unser Herzog Anton Ulrich-Museum, unter http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=65359.

neues Museum

neues Museum

neues Museum

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